Evangelisches Sozialbüro

Hilfe in der Not


Der Kühlschrank ist leer. Auch Windeln fehlen. Die Mutter von zwei Kindern weiß nicht weiter. Da stirbt ein Mann, die Witwe bleibt mit einer winzigen Rente zurück. Wird das Geld jetzt noch reichen? Der Asylantrag wurde abgelehnt. Panische Angst steht dem Mann ins Gesicht geschrieben. Was soll er jetzt machen? Die Stadtwerke haben einen Brief geschickt. Sie fordern eine Nachzahlung. Eine Stromsperre ist schon angekündigt. Die Kundin der Stadtwerke ist völlig hilflos. Da traut sich jemand nicht ins Sozialamt. Er fühlt sich abgelehnt, hingehalten. Hat er nicht einen Anspruch auf die eine oder andere Leistung? … All diese Menschen haben in den letzten Wochen unsere Kirchengemeinde und unser Sozialbüro aufgesucht und um Hilfe gefragt.

Die ehrenamtlich Mitarbeitenden des Sozialbüros sind jeden zweiten und vierten Montag im Monat im Katharina-von-Bora-Haus, Kardinal-von-Galen-Str. 10. Dort haben sie zwischen 16.30 und 18 Uhr ein offenes Ohr für alle Hilfesuchenden. Sie stellen einen kleinen Lebensmittelgutschein aus. Sie rechnen mit der Witwe deren Einnahmen und Ausgaben durch oder helfen beim Formulieren eines Briefes an die Gläubiger. Sie beruhigen den abgelehnten Asylbewerber und vermitteln ihn an eine Beratungsstelle weiter. Sie telefonieren mit den Stadtwerken und vereinbaren für die Kundin eine Ratenzahlung. Sie begleiten einen Empfänger von Sozialleistungen zum Sozialamt.

Zurzeit arbeiten im Team des Sozialbüros sechs Ehrenamtliche mit: Martina Cleve, Anke Roß, Susanne Zenker, Günther Brüning, Andreas Bunte, Volkmar Roß. Sie alle wurden für ihre Tätigkeit fortgebildet vom Diakonischen Werk Münster, das die Ehrenamtlichen nach wie vor begleitet und zurüstet. Deshalb ist es auch möglich, dass weitere Menschen in die ehrenamtliche Beratungsarbeit einsteigen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich an Pfarrer Jörn Witthinrich (Tel. 53009) wenden, wenn sie zum Team des Sozialbüros dazugehören wollen.

Im April und Mai wurden die Mitarbeitenden durch die GGUA Münster auch für die Beratung von Flüchtlingen qualifiziert. In naher Zukunft soll die bereits jetzt gute Zusammenarbeit mit dem katholischen Sozialbüro intensiviert und ausgebaut werden.

Klar ist aber auch, dass die Sozialarbeit, die Diakonie, die das Evangelische Sozialbüro leistet, Geld kostet. Wer für diakonische Arbeit unseres Sozialbüros spenden möchte, kann hierfür das im Impressum auf Seite 2 genannte Spendenkonto der Evangelischen Kirchengemeinde Greven nutzen (bitte bei der Überweisung das Stichwort „Diakonie“ oder „Sozialbüro“ nicht vergessen).